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Selbst-desinfizierende Kunststoffe: MedTech startet neues Projekt AntiMik

23.05.2016


Die Gefahr von Infektionen durch Keime ist allgegenwertig und vor allem in sanitären Einrichtungen und Krankenhäusern ein schwerwiegendes Problem. Des Weiteren ruft der breite Einsatz von Antibiotika oder Desinfektionsmitteln die Entwicklung von multiresistenten Keimen hervor. Um diesen Gefahren entgegenzuwirken werden in Kooperation mit dem SKZ in Würzburg in dem vom BMWi im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) der Allianz von Forschungsvereinigungen (AiF) geförderten Projekt AntiMik Kunststoffe mit einer antimikrobiellen und selbst-desinfizierenden Oberfläche entwickelt. Hierbei wird der photokatalytische Effekt von Titandioxid genutzt, der eine Abtötung von Mikroorganismen bewirkt. Der Vorteil der Nutzung des photokatalytischen Effekts gegenüber dem Einsatz von Antibiotika und Desinfektionsmitteln zur Reduzierung von Keimen liegt an dem gleichzeitigen und unspezifischen Angriff an verschiedenen Stellen des Mikroorganismus, wodurch die Gefahr der Resistenzbildung minimiert wird. Die Einsatzmöglichkeiten dieser modifizierten Kunststoffe erstrecken sich von sanitären Armaturen über Verpackungen bis hin zu medizinischen Geräten.